Mehr als Töne - Musikpädagogik und Gesellschaft

„It starts with relationship.“

„It starts with relationship.“

In this and the upcoming episode, David Schwartz, Milena Frech, Leonie Lechle und Camilla Meisterjahn deal with Jiddu Krishnamurti’s philosophy of education and the question how it can be put into practice in public schools. They present parts from an interview with the arts teacher Jennifer Kowalewski, who used to teach at Brockwood Park School in England – a boarding school that was founded by the Indian philosopher in 1969. The students and Jennifer talk about concepts of “conformity“ and the pressures that come with it. They discuss how young people can learn to take responsibility for their actions, and address the question how we can actively change patterns that we know are not serving our own and other people’s well-being. Permission to reproduce from the works of J. Krishnamurti for which the copyright is held by the Krishnamurti Foundations has been given on the understanding that such permission does not indicate endorsement of the views expressed in this media. For more information about J. Krishnamurti please see: www.jkrishnamurti.org

„Make sure that it is always you in there.“

This is the second English episode of this music education podcast and a conversation with Claude McKnight, founder of the legendary a cappella group Take 6. We talked about musical learning, about the goal to be as authentic as possible when making and teaching music, about vulnerability and communication in groups… If you are interested in listening to another English episode after this one, scroll down to 16. März 2020!

„… dass man jemandem vertraut, dass man Verantwortung überträgt …“

In dieser Folge sprechen Merle Krafeld, Johannes Schultz, Martin Rose und Yannic Rösch über Möglichkeiten und Grenzen von Mitbestimmung an Schulen und im Musikunterricht. Sie erklären, worin der Unterschied zwischen Demokratie als Sachverhalt und Demokratie als Wert besteht. Wer Demokratie als Wert versteht, verfügt über eine eigene Motivation, Jugendliche an der Unterrichtsgestaltung und der Auswahl von Inhalten zu beteiligen. Wenn Lehrer*innen sich hierfür entscheiden, ermöglichen sie Jugendlichen, sich zusammen in kritischer Reflexion zu üben. Als Vertreter des Berliner Landesschüler*innenausschusses plädiert Miguel Gongora dafür, dass genau das mehr an Schulen ermöglicht wird. Und die Studierenden plädieren dafür, nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen, wenn Mitbestimmung beim ersten Versuch nicht zum Erfolg führt…

„… ein Raum, in dem sie sich zeigen können, wie sie sind.“

In dieser Folge geben die vier Musikpädagogik-Studierenden Lucas Groß, Morènikè Hessou, Sebastian Hamacher und Laurin Kapitzki einen kleinen Einblick in ausgewählte Texte der US-amerikanischen Literaturwissenschaftlerin bell hooks, der US-amerikanischen Musikpädagogin Carla Becker und des deutschen Philosophen Theodor W. Adorno. bell hooks und Carla Becker geht es um Chancengleichheit in der Bildung und sie arbeiten an antirassistischen Ansätzen. Beiden Wissenschaftlerinnen ist viel daran gelegen, dass ihre theoretischen Überlegungen auch in der Praxis realisiert werden. Die Studierenden sprechen an, dass bei der praktischen Umsetzung dieser Überlegungen möglicherweise innere Ängste überwunden werden müssen. Sie zeigen auch Verbindungen zwischen dem gesellschaftskritischen Denken von bell hooks und Theodor W. Adorno auf und erläutern, warum die kritischen Gedanken dieser Autor*innen für ihre zukünftige Tätigkeit als Musiklehrer*innen an allgemeinbildenden Schulen in Berlin von Relevanz sind…

„… dieses gemeinsame Musizieren hat halt wirklich gefehlt.“

In dieser Folge sprechen die vier Musikpädagogik-Studierenden Christin Strübing, Felix Theuner, Thomas Weisenhorn und Armando Strauß darüber, wie Musikunterricht in Zeiten der digitalen Lehre gelingen kann. Mit dabei sind auch Schüler*innen des Musik-Grundkurses der 10. Klasse des Max-Steenbeck-Gymnasiums in Cottbus. Sie standen den Studierenden in einem Gespräch Rede und Antwort zu ihren Erfahrungen während des Fern-Unterrichts im Frühjahr. Die Studierenden, die zum Teil schon eigene Unterrichtserfahrungen sammeln, gaben außerdem einen Einblick in die Lehre während des Corona-Lockdowns. Sie sprechen über die Möglichkeiten, welche sich mithilfe der digitalen Medien ergeben, und wie sie diese im Musikunterricht nutzen. Zwischen den einzelnen Beiträgen sind eigene Songs zu hören, die die Schüler*innen während des Corona-Lockdowns geschrieben haben…

„Ich hör‘ jeden Tag Musik…“

In dieser Folge sprechen Jugendliche des Campus Rütli in Berlin-Neukölln mit drei Musikpädagogik-Studierenden der UdK Berlin über ihren Musikunterricht und die Bedeutung von Musik in ihrem Leben allgemein. Vor dem Ausbruch des Corona-Virus hatten wir eigentlich vor, mit einem Seminar für eine ganze Unterrichtseinheit den Musikunterricht in einem Keyboard-Kurs mitzuerleben und mitzugestalten. Diese Kooperation konnte leider nicht stattfinden, aber Sabrina Philipp, Alexandra Kreutz und Emil Wölz durften die Schule während der Corona-Kontaktsperre einmal besuchen, um mit einigen Jugendlichen Interviews zu führen. In dieser Folge sind Auszüge der Interviews zu hören. Die Studierenden reflektieren in diesem Rahmen auch über ihre eigenen Erfahrungen mit dem Musikunterricht und stellen eigene Ideen für das Klassenmusizieren vor …

"Rassismus in kleinen Dosen ..."

Diese Folge ist der zweite Teil unseres Gesprächs in einem Musikpädagogik-Seminar, in dem wir uns mit den Begriffen Kultursensibilität, Diskriminierung und Rassismus beschäftigt haben. Jannick erläutert, wie eine Schuldumkehrstrategie als Reaktion auf rassistische Handlungen aussehen kann und Martin definiert die Begriffe Diskriminierung, „Othering“ und Rassismus – mit all ihren Grautönen und Verbindungen miteinander. Wir sprechen auch über die kleinen und großen Fallen, in die Musiklehrer*innen unbewusst tappen können. Denn es ist nicht so einfach, sich in Formen von Diskriminierung hineinzudenken, die man selbst noch nie erlebt hat. Martin und Jannick sprechen außerdem offen darüber, welche Strategien Jugendliche anwenden, wenn sie Diskriminierung erfahren…

„Wir haben keine Patentlösung.“

Martin Lorenz und Jannick Philp waren vor Kurzem unsere Gäste in einem Musikpädagogik-Seminar, um mit uns über die Themen Kultursensibilität, Diskriminierung und Rassismus zu sprechen. Martin ist Sohn einer Deutschen und eines Tansaniers. Er wuchs in Berlin-Weißensee auf, ist ausgebildeter Ballett-Tänzer, und arbeitet heute als Stimmbildner. Jannick ist als Sohn einer Deutschen und eines Vaters aus der Republik Tschad in Kreuzberg aufgewachsen, studiert heute Biologie und Sport auf Lehramt, und arbeitet bereits als Lehrer an einer Schule mit großer kultureller Vielfalt. Aus der Sicht von Martin und Jannick stehen wir in Deutschland noch „ziemlich am Anfang“, was eine öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus angeht. Im Seminar haben wir über einen konstruktiven Umgang mit den Stereotypen und Vorurteilen gesprochen, die in allen von uns vorhanden sind und die unser tägliches Handeln beeinflussen. Wir haben uns dabei auch mit den Gefühlen beschäftigt, die in uns hochkommen können, wenn wir rassistische und diskriminierende Situationen miterleben …

„Ich versuche ganz stark, mich auf das einzulassen, was vorhanden ist…“

In dieser Folge erzählt der Musik- und Englischlehrer Felix Oeser im Gespräch mit der Studentin Donya Solaimani, welche Themen ihn am „berühmt-berüchtigten“ Campus Rütli in Berlin-Neukölln seit vier Jahren beschäftigen: Er spricht darüber, welche Inhalte er in seinem beruflichen Kontext als besonders wichtig erachtet, er erzählt wie er mit der Herausforderung umgeht, dass seine eigene musikalische Sozialisation eine andere ist als diejenige seiner Schüler*innen, und er erläutert, mit welcher Haltung er seinen Schüler*innen begegnet. Dabei setzt er der klischeehaften Vorstellung, dass sich Jugendliche in bestimmten Wohnbezirken nur für bestimmte Arten von Musik interessieren, seine Erfahrungen als Lehrer entgegen.

„Es ging darum, mit den Schüler*innen in Kontakt zu bleiben…“

Überall auf der Welt haben sich in den letzten Wochen die sozialen Ungleichheiten verstärkt und wurden noch viel deutlicher sichtbar als in „normaleren“ Zeiten. Im Bezirk Berlin-Neukölln waren viele Jugendliche stärker als üblich mit folgenden Fragen konfrontiert: Wie kann ich zu Hause gut lernen und meine Aufgaben erledigen, wenn ich keinen eigenen Schreibtisch und PC habe, und wenn ich in meinem Umfeld nicht die nötige Ruhe habe?
Der Musik- und Englischlehrer Felix Oeser erzählt im Gespräch mit der Berliner Studentin Donya Solaimani von seinen aktuellen Erfahrungen am Campus Rütli. Dort haben sich die Lehrer*innen abgesprochen, wie sie mit den Jugendlichen, die wochenlang nicht zur Schule gehen konnten, kommunizieren und welche Form von Feedback sie ihnen in dieser Zeit geben wollen…