Mehr als Töne - Musikpädagogik und Gesellschaft

"Being bimusical"

"Being bimusical"

This episode is based on a video conference in which music education students from Lübeck talk to David Lines, Associate Professor of Music Education and Associate Dean of Curriculum at the University of Auckland, Waipapa Taumata Rau, New Zealand. The group discusses concepts and ideas that underpin his paper “A Piano Mismatch: Passion, dreams and a good boy.“ He shares parts of his autoethnographic research and explains why he decided to choose autoethnography as a research tool in music education. The group discusses these questions: Why do young people feel the need to be “a good boy“ or “a good girl“? How can we deal with the concept of “hard work“ in music in a positive way? What is problematic about oppositions that are often created when people talk about different musical styles such as “classical,“ “jazz“ or “popular music“? How can we empower our students to improvise?

„Wieso nicht? Einfach mal machen!“

In dieser Folge spreche ich mit Martin Berner, einem Musikvermittler, Jazzmusiker und Projektleiter aus Lübeck. Er kam vor einiger Zeit auf die Idee, mit einer Jazzband auf Tournee an Grundschulen in Schleswig-Holstein zu gehen, um den Kindern dort erste musikalische Erfahrungen mit Jazz zu ermöglichen. Daraufhin entwickelte er das Kindermitmachkonzert „Die Jazzpiraten“, an dem mittlerweile einige Kinder in Lübeck und in ländlicheren Regionen Schleswig-Holsteins teilhaben durften: https://www.martinberner.com/lernen/die-jazzpiraten. Im Podcast beantwortet er folgende Fragen: Was ist in Bezug auf die Gestaltung eines Mitmach-Konzerts für Kinder wichtig? Wie können Kinder in diesem Setting einbezogen werden? Wie entsteht ein Konzept für solche Konzerte? Was ist in der Zusammenarbeit mit allen, die an so einem Konzert mitwirken, wichtig? Wie kann Musikvermittlung im Bereich Jazz ganz generell aussehen?

„Jede musikalische Praxis kommt mit ihren eigenen Technologien daher.“

In dieser Folge spricht Johanna Ludwig (Studentin im Master of Education „Musik vermitteln“ an der Musikhochschule Lübeck) mit Prof. Dr. Marc Godau. Er ist Professor für Musik und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Seine Expertise liegt insbesondere im Bereich Musizieren mit digitalen Technologien. Außerdem ist und war er als Sänger, Gitarrist und iPadist in verschiedenen Formationen wie z.B. dem DigiEnsemble Berlin aktiv. Im Gespräch thematisieren die beiden folgende Fragen: Was ist eine DAW? Warum sollten Schüler:innen in der Schule auch mit digitalen Mitteln musizieren? Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff „Liveness-Norm“? Und warum ist informelles Lernen in der Musik wichtig?

"… ihre Ohren können mehr, als sie dachten.“

In dieser Folge spricht Annemarie Voget (Studentin im Master of Education „Musik vermitteln“ an der Musikhochschule Lübeck) mit Dörte Meiß. Sie ist Musiklehrerin am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Oldenburg in Holstein. In dem Gespräch über (Gruppen-)Leitung und das zugrunde liegende Bild von Jugendlichen und ihren Fähigkeiten erzählt Dörte Meiß von schönen und schwierigen Momenten im Unterrichtsalltag, von Verletzlichkeit bei sich und anderen, von unverzichtbaren Musikstücken und von ihrem persönlichen musikalischen Heiligtum. Annemarie Voget stellt dabei einen Zusammenhang zwischen Forschung, Theorie und Praxis her…

"Wie bereicherst Du eigentlich die Schule?"

In dieser Folge sprechen Sophie Corves, Ole Ruge, Annemarie Voget und Daniela Bartels mit Lukas Kuczewski, dem Schulleiter der Lübecker Oberschule zum Dom (OzD). Außerdem war ein kleines Baby dabei, das ebenfalls zu hören ist! Im Rahmen des musikpädagogischen Seminars „Leadership 2022 und musikdidaktische Konsequenzen“ hat die Gruppe folgende Fragen thematisiert: Welche Möglichkeiten der Mitbestimmung haben Lehrer:innen und Jugendliche an der OzD? Wie stärkt Lukas Kuczewski als Schulleiter die Selbstverantwortung aller in der Schule? Welche Hürden gilt es als Schulleiter zu überwinden? Wie unterstützen die Lehrer:innen an der OzD die Jugendlichen dabei, ihr individuelles Potenzial zu entdecken und zu entwickeln? Und was verbirgt sich eigentlich hinter der „Ozi-Krake“?

„… wo eben die Bass Drum 'ne Mülltonne ist.“

In dieser Folge spreche ich mit Peter Klose und Kai Kreowski über die Frage, worauf es im Musikunterricht und in Musik-AGs ankommt, wenn wir uns in diesen Kontexten mit Popmusik beschäftigen – sowohl beim Musikmachen als auch beim Musikhören. Peter Klose unterrichtet zurzeit am Dortmunder Mallinckrodt-Gymnasium Musik und Mathe. Er war Bassist der Band Rondoprinz und plädiert als Forscher in der Musikpädagogik dafür, Musikunterricht vom Menschen und vom Tun her zu denken, u. a. im Artikel „Musikdidaktische Implikationen des Praxisbegriffs am Beispiel von Schulchor-AG, Chorklasse und gemeinsamem Singen im Musikunterricht“ (Diskussion Musikpädagogik Nr. 91, 2021). Kai Kreowski unterrichtet am Berliner Primo-Levi-Gymnasium Musik, bildet im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Referendar:innen aus und ist u. a. im Projekt „klanglomerat“ und für die amerikanische Sängerin „Coreena“ als Musiker/Produzent aktiv: https://open.spotify.com/artist/1HV5tQU60UcoBt3jbAGQhh?si=weGO91PgR2C5PfCrCl_NmQ&nd=1
Unser Gespräch startet mit der Frage, inwiefern Lucy Greens Definition des informal learning im Musikunterricht und in AGs didaktisch realisierbar ist. Außerdem diskutiert haben wir die Fragen: Welche Herangehensweisen helfen Jugendlichen dabei, beim Musikmachen mehr und mehr aus sich herauszugehen? Wie können wir das implizite Wissen, dass zum Beispiel beim Rockmusikmachen wichtig ist, im Unterricht zum Thema machen? Wie können wir über Probenergebnisse ins Gespräch kommen? Welche Zwecke können wir bei der Analyse von Popmusik verfolgen?

„Singen hat für mich viel mit Angstfreiheit zu tun.“

In dieser Folge gibt der Musiklehrer/Gesangspädagoge Sven Albert Einblicke in seine musikalische Biographie und seine musikpädagogische Arbeit am Katharineum zu Lübeck. Dort hat er 2010 damit begonnen, in den Jahrgängen 5 bis 7 das Unterrichtskonzept „Klasse! Singen!“ aufzubauen. Niklas Strauß hat im Rahmen eines musikpädagogischen Praktikums mit ihm zusammengearbeitet und die Gelegenheit gehabt, ihn bei der Anleitung verschiedener Gesangsgruppen zu beobachten. Im Gespräch geht es um folgende Fragen: In welchen Momenten wird deutlich, dass der „Beruf Musiklehrer“ die richtige Wahl war? Was macht „Klasse! Singen!“ aus? Was zeichnet eine „gute“ musikalische Leitungspersönlichkeit aus? Welche Auswirkungen der Corona-Pandemie und der „Singverbote“ an Schulen werden in diesen Zeiten sichtbar?

„Jede Unterrichtsstunde ist eine Stunde des gemeinsamen Lernens.“

In dieser Podcastfolge gibt Michael Pabst-Krueger Einblicke in seine musikalische / musikpädagogische Biographie und spricht darüber, worauf es bei der Leitung von Musikgruppen in afro-brasilianischer Percussion ankommt. Weitere Themen des Gesprächs sind das Konzept einer Verständigen Musikpraxis von Hermann-Josef Kaiser, die Vorstellung von Musikunterricht als Lehrgang, in dem musikpraktische Fähigkeiten aufgebaut werden, und die Vorstellung von einem Musikunterricht „auf Augenhöhe“. Darüber hinaus geht es um die Fragen: Welche Qualitäten zeichnen „gute“ Musiklehrer:innen aus? Wie können sie das Klassenmusizieren mit dem Ziel „musikalischer Bildung“ verbinden? Und wie vollzieht sich eigentlich Wandel in den verschiedenen Sphären der Musikpädagogik?

„Warum ist die Uni nicht Modell für das Lernen in der Schule?“

In dieser Folge spreche ich mit den vier Lehramts-Studentinnen Johanna Brüll, Carla Fleischmann, Klara Pelz und Sonja Zielke, die sich in der Berliner Initiative Kreidestaub e. V. engagieren. Dieser studentische Verein will das Lehramt weiterdenken und möchte auch die universitäre Lehrer:innenbildung verändern. Im Zentrum stehen dabei Fragen der Teilhabe, der Inklusion aller Menschen in die Gesellschaft und der Team- und Beziehungsarbeit an Schulen. In unserem Gespräch haben wir folgende Fragen thematisiert: Wie genau sieht denn der individuelle Anspruch an Schulen aus, dem die Studentinnen als zukünftige Lehrerinnen gerecht werden wollen? Wie sieht ihre Vorstellung von Beziehungsarbeit an Schulen aus? Welches Potenzial hat der Musikunterricht in Bezug auf die Beziehungsgestaltung? Und was für eine universitäre Bildung wünschen sich die Vertreterinnen von Kreidestaub?

„Ich will nicht dozieren…“

In dieser Folge spreche ich mit der Jazzpianistin und Komponistin Julia Hülsmann, die neben ihrer künstlerischen Tätigkeit auch schon viele Songwriting-Kurse gegeben hat. In den letzten 17 Jahren hat sie dabei nicht nur mit Studierenden an Hochschulen gearbeitet, sondern auch mit Laien, die wenig Vorerfahrungen mit dem eigenen Schreiben und Komponieren haben. Wir unterhalten uns über folgende Fragen: Wie kann eine Gruppe beim Songwriting schnell in einen produktiven Arbeits-Flow kommen? Mit welchen kleinen Aufgaben können wir sofort in das Songwriting in Gruppen einsteigen? Worüber sollten Dozent:innen und Musiklehrer:innen, die Menschen jeden Alters gute Erfahrungen im Songwriting ermöglichen wollen, nachdenken? Welche fachlichen und pädagogischen Fähigkeiten sollten sie dabei einbringen und weiterentwickeln?