Mehr als Töne - Musikpädagogik und Gesellschaft

"Yes, we can make ensembles democratic... Is it worth the time?"

"Yes, we can make ensembles democratic... Is it worth the time?"

In this and the upcoming episode, Juan-Esteban Rendón and Juliana Otto deal with Paulo Freire’s idea of education as a praxis of freedom. They present parts of their video conversation with Joseph Abramo, Associate Professor of Music Education at the University of Connecticut. In this first part, they discuss the following questions: Is it possible to have liberty within hierarchical structures? Is it possible that music ensembles or even orchestras enable individual players to develop their own musical visions? How much “free choice“ do professional musicians strive for? How much “free choice“ do we want in music education?

„Sagen Sie uns doch einfach, was wir tun sollen.“

Diese Folge ist nun der zweite Zusammenschnitt eines Gesprächs, das die Musikpädagogik-Studentinnen Donata Jagwitz, Marina Meistrowitz und Lilli Bücker mit Prof. Dr. Stefan Orgass geführt haben. Sie thematisieren hier die Konsequenzen und Herausforderungen einer demokratischen Unterrichtskultur. Stefan Orgass spricht über das „Risiko“, das Lehrer*innen eingehen, wenn sie Jugendlichen Freiheiten eröffnen. Er hinterfragt den Begriff der „Kontrolle“ und kritisiert die zurzeit vorherrschende Fokussierung auf Lernstandserhebungen und messbare Kompetenzen, die auch den Musikunterricht an vielen Schulen beeinflusst. Für die weitere Beschäftigung mit den angesprochenen Themen empfehlen die Studentinnen die Nr. 52 auf seiner Publikationsliste: https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/personen/lehrende/vollanzeige/personen-detail/prof-dr-stefan-orgass/

„Spielräume für Entscheidungen öffnen…“

Diese Folge haben die Musikpädagogikstudentinnen Donata Jagwitz von der Universität der Künste Berlin sowie Marina Meistrowitz und Lilli Bücker von der Folkwang Universität der Künste in Essen gemeinsam produziert. Sie thematisieren Hannah Arendts Freiheitsbegriff und sind der Frage nachgegangen, wie Arendts Vorstellung von menschlicher Freiheit im Musikunterricht realisiert werden kann. Im Rahmen ihrer Auseinandersetzung mit dieser Frage entdeckten sie Schnittmengen mit der „Kommunikativen Musikdidaktik“, die der Essener Musikpädagogik-Professor Stefan Orgass entwickelt hat. Daraufhin luden die Studentinnen ihn zu einer Videokonferenz ein und kamen ins Gespräch darüber, wie im schulischen Musikunterricht Wege zu Freiheit beschritten werden können…

„Ich hab’s hier ja nicht mit Maschinen zu tun…“

In diesem zweiten Teil unseres Gesprächs im Musikpädagogik-Seminar sprechen wir darüber, welche pädagogischen Fähigkeiten anderen Menschen dabei helfen können, sich in künstlerischen Prozessen zu öffnen und Dinge auszuprobieren – vom Vertrauen in die Fähigkeiten anderer Menschen, über die Bedeutung von Erfolgserlebnissen, bis hin zu Frage, wie wir anderen bei kreativen Aufgaben eine Struktur und Orientierung geben können. Es kommt auch die Frage auf, ob das musikpädagogische Ziel anderen Menschen sichere Räume anzubieten, vielleicht kulturell bedingt ist. Wer fühlt sich eigentlich in welchen Kontexten „sicher“?

„Auf welchen Ebenen kann ich Sicherheit und Unsicherheit erzeugen?“

In dieser Folge geht es um die Anleitung von einem Gruppenmusizieren ohne Noten. Ausgehend von ihrem kürzlich in der Zeitschrift Diskussion Musikpädagogik erschienenen Artikel „Sichere Räume in Community Music – Eine konzeptionelle Spurensuche“ denken Annette Ziegenmeyer und Johann Honnens gemeinsam mit Berliner Musikpädagogik-Studierenden darüber nach, wie musikalische Leitungspersönlichkeiten durch ihr Handeln anderen Musizierenden ein Gefühl der Sicherheit geben können. Und wie können wir mit Gefühlen der Unsicherheit, verschiedenen ästhetischen Urteilen und Hierarchien umgehen? In diesem ersten Teil der Seminarsitzung werden von den Studierenden zunächst einmal viele große Fragen aufgeworfen und auch bereits erste Antworten gegeben…

„Wie kann man Menschen befähigen, ihre Potenziale sichtbar und hörbar zu machen?“

In dieser Folge spreche ich mit Eckehard Pistrick über seine Erfahrungen als Musikethnologe und Musikvermittler, der in deutschen Erstaufnahmeeinrichtungen Musik- und Theaterprojekte initiiert und betreut hat. Er hält es für wichtig, dass Akademiker*innen sich hin und wieder aus dem „Wohlfühlbereich“ herausbegeben und erklärt, was der Begriff „engaged ethnomusicology“ bedeutet…

„Wir befinden uns in einem digitalen Tiefschlaf…“

Im Interview mit Christian Crämer haben wir über die folgenden Fragen gesprochen:
Wie sieht der Herstellungsprozess eines Lehrwerks für den Musikunterricht aus? Was muss bei der Herstellung beachtet und berücksichtigt werden? Welche Qualitätskriterien sollte ein Lehrwerk für den Musikunterricht erfüllen? Welche Fähigkeiten müssen Autor*innen mitbringen? Wie viele Menschen sind bei der Herstellung und Zulassung eines Lehrwerks beteiligt? Welche Rolle spielen politische Vorgaben? Und welche neuen Aufgaben stellen sich im Zuge der zunehmenden Digitalisierung der Bildung?

„Es kann total mitreißend sein, wenn man die Geschichte dahinter versteht…“

Im November war Martin Lorenz erneut unser Gast in einem digitalen Musikpädagogik-Seminar. Dieses Mal haben wir uns gemeinsam einige Seiten aus aktuellen deutschen Büchern für den Musikunterricht angesehen. In dieser Folge erläutert Martin zunächst die Begriffe Rassismus, Diskriminierung und Othering - als Grundlage für unseren kritischen Blick auf deutsche Unterrichtsmaterialien, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden. Martin erklärt, was an bestimmten Darstellungen von Musikpraxen und Menschen kritisch zu sehen ist. Er erklärt auch, wie ein aus seiner Sicht guter Umgang mit schwierigen bzw. sensiblen sozialen Themen im Musikunterricht aussehen kann.

„Die Schule mit dem Leben verknüpfen…“

Diese Folge ist die Fortsetzung meines Gesprächs mit einem Berliner Master-Studenten, der sich in Bezug auf produktionsorientierte, digitale Projekte im Musikunterricht folgende Fragen gestellt hat: Welche Fähigkeiten entwickeln Jugendliche eigentlich, wenn sie größtenteils in Eigenregie Podcast-Folgen produzieren? Wie können Jugendliche behutsam an die Aufgabe herangeführt werden, zum ersten Mal im Leben einen eigenen Song zu schreiben? Die zwei zentralen Themen dieses Gesprächs sind erneut das Songwriting und Podcasting mit Jugendlichen im Rahmen des Fernunterrichts im Fach Musik…

„Viel Freiheiten, sich selber zu entscheiden…“

In dieser Folge spreche ich mit Felix Theuner – einem Master-Studenten, der Musik und Mathe für das Lehramt an Gymnasien studiert. Er unterrichtet bereits seit einiger Zeit an einem Gymnasium in seiner Heimatstadt Cottbus in Brandenburg Musik und hat sich im vergangenen Frühjahr wie so viele von uns gefragt, wie er mit digitalen Mitteln einen sinnvollen Fernunterricht gestalten kann. In der am 27. Juli publizierten Folge hat er bereits von einem Songwriting-Projekt erzählt, das er mit den Jugendlichen einer 10. Klasse im Rahmen des Online-Unterrichts durchgeführt hat. In unserem Gespräch geht es um ein neues Projekt, das er mit diesen Jugendlichen erfolgreich abgeschlossen hat: Die Produktion eigener Podcast-Folgen zur großen philosophischen Frage, welche Bedeutungen eigentlich Musik für Menschen hat. Im Gespräch thematisieren wir auch das Problem der Bewertung persönlicher, kreativer Produkte im Musikunterricht allgemein…